Ben Jonathan, 24. Juni 2003

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Weißt du, wie die Kinder geboren werden?

Wie die Kinder zur Welt kommen, wußte ich schon in der dritten Klasse ein bißchen, den Rest hat mir dann meine Schwester gesagt.

Kinder kommen durch die gegenseitige Paarung von Ehemann und Ehefrau, Verlobtem und Verlobter und von einfachen Bekannten zur Welt. Die sexuelle Beziehung dauert neun Monate. Am Ende wird die Frau, wenn alles gutgeht, schwanger. Wenn sie schwanger ist, leidet sie so viel wie nötig und bringt ihr Kind zur Welt. Im ersten Monat achtet keiner auf den Bauch, alles ist normal, wie sonst; im zweiten kommt der Bauchnabel raus und kringelt sich stärker als sont; im dritten Monat geht, wenn die Frau braun ist,die Bräunung weg; im vierten werden die Unterhosen zu eng und klemmen im Schritt; im fünften und auch ein bißchen im sechsten kommt die Übelkeit im Magen, eine grauenhafte Verstopfung und, entschuldigt, wenn ich das sage, man muß dauernd pissen; im siebten kommen die Härmoriden raus, im achten ist der Bauch sehr viel dicker, das Kind ist fast fertig und fängt an zu stauchen; im neunten und letzten Monat kommet es endlich raus.

Es kommt im Krankenhaus zwischen den breiten Beinen der Mutter raus. Wenn es nicht rauskommen kann (weil der Kopf zu groß ist oder weil es statt mit dem Kopf mit den Füßen voraus kommt), stecken die Ärzte es in den Bauch zurück und holen es mit einer schwierigen Operation von da raus, von wo es losgegangen ist.

Nach der Geburt des Kindes entspannt sich der Schoß der Mama, und der Bauch wird wieder platt, nur ein bißchen schwabbliger.

(Aus dem Buch »Wie die Kinder zur Welt kommen - Schulaufsätze neapolitanischer Kinder über Liebe und Sex« herausgegeben von Marcello D’Orta)